Wenn Traurigkeit, innere Leere und Antriebslosigkeit den Alltag bestimmen
Wie NUAD-Thai-Massage ergänzend zu einer fachlichen Behandlung Wohlbefinden fördern kann
1. Was sind Depressionen?
Fast jeder Mensch erlebt Tage, an denen er traurig, erschöpft oder niedergeschlagen ist. Solche Gefühle gehören zum Leben und gehen häufig nach einiger Zeit wieder vorüber. Eine Depression ist jedoch mehr als ein vorübergehendes Stimmungstief: Sie ist eine ernst zu nehmende psychische Erkrankung.
Typische Anzeichen einer Depression können sein:
- anhaltende Niedergeschlagenheit
- Verlust von Freude und Interesse
- Antriebslosigkeit und schnelle Erschöpfung
- innere Leere oder Gefühllosigkeit
- Konzentrations- und Entscheidungsschwierigkeiten
- Schlafprobleme oder ein stark erhöhtes Schlafbedürfnis
- Appetit- und Gewichtsveränderungen
- innere Unruhe oder verlangsamte Bewegungen
- geringes Selbstwertgefühl
- Schuldgefühle und Hoffnungslosigkeit
- körperliche Beschwerden ohne klar erkennbare Ursache
- Gedanken an den Tod oder Suizidgedanken
Fachleute sprechen von einer Depression, wenn mehrere charakteristische Beschwerden über mindestens zwei Wochen bestehen und den Alltag beeinträchtigen. Eine zuverlässige Diagnose kann jedoch nur durch entsprechend qualifizierte Fachpersonen gestellt werden.
Depressionen können leicht, mittelgradig oder schwer ausgeprägt sein. Sie sind behandelbar – und sich Unterstützung zu holen ist kein Zeichen von Schwäche.
3. Warum entstehen Depressionen?
Für Depressionen gibt es meist nicht nur eine einzige Ursache. Fachleute gehen davon aus, dass biologische, psychische und soziale Faktoren zusammenwirken. Manche Menschen erkranken auch ohne einen klar erkennbaren Auslöser.
Veranlagung und familiäre Faktoren
Depressionen können innerhalb einer Familie häufiger vorkommen. Eine erbliche Veranlagung bedeutet jedoch nicht, dass eine Person zwangsläufig erkrankt.
Belastende Lebensereignisse
Trennungen, Trauerfälle, berufliche Probleme, finanzielle Sorgen, schwere Erkrankungen oder anhaltende Konflikte können eine Depression begünstigen.
Dauerhafter Stress und Überforderung
Lang anhaltender Stress kann die psychische und körperliche Belastbarkeit beeinträchtigen. Fehlen ausreichende Erholungsphasen und soziale Unterstützung, kann das Erkrankungsrisiko steigen.
Einsamkeit und soziale Isolation
Fehlende soziale Kontakte, Ausgrenzung und das Gefühl, mit Problemen allein zu sein, können Depressionen fördern oder bestehende Beschwerden verstärken.
Traumatische Erfahrungen
Gewalt, Missbrauch, Vernachlässigung, Krieg und andere traumatische Erlebnisse können das Risiko für psychische Erkrankungen erhöhen.
Körperliche und hormonelle Einflüsse
Chronische Erkrankungen, hormonelle Veränderungen oder bestimmte körperliche Krankheiten können depressive Beschwerden begünstigen beziehungsweise ähnliche Symptome verursachen. Dazu zählt beispielsweise eine Schilddrüsenunterfunktion. Deshalb ist auch eine ärztliche Untersuchung wichtig.
Andere psychische Erkrankungen
Angststörungen, Suchterkrankungen und weitere psychische Erkrankungen können gemeinsam mit einer Depression auftreten. Die Behandlung muss deshalb individuell auf die betroffene Person abgestimmt werden.
2. Soforthilfe und Selbsthilfe bei depressiver Stimmung
Es gibt kein Hausmittel, das eine Depression heilen kann. Kleine, überschaubare Schritte können Betroffene jedoch dabei unterstützen, den Tag zu bewältigen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Mit einem vertrauten Menschen sprechen
Versuchen Sie, sich einer Person anzuvertrauen. Sie müssen nicht sofort alles erklären. Ein einfacher Satz wie „Mir geht es seit einiger Zeit nicht gut und ich brauche Unterstützung“ kann ein wichtiger erster Schritt sein.
Professionelle Hilfe vereinbaren
Wenden Sie sich an eine Hausärztin oder einen Hausarzt, eine Fachärztin beziehungsweise einen Facharzt für Psychiatrie, eine Psychotherapeutin oder einen Psychotherapeuten beziehungsweise an die klinische Psychologie. Eine vertraute Person kann Sie bei der Terminvereinbarung und auf Wunsch auch zum ersten Gespräch begleiten.
Den Tag in kleine Schritte einteilen
Bei einer Depression können selbst alltägliche Aufgaben überwältigend erscheinen. Setzen Sie sich deshalb kleine, realistische Ziele: aufstehen, duschen, etwas essen, das Fenster öffnen oder wenige Minuten nach draußen gehen. Auch ein kleiner Schritt ist ein Schritt.
Für einen einfachen Tagesrhythmus sorgen
Möglichst regelmäßige Zeiten für Aufstehen, Mahlzeiten und Schlaf können Orientierung geben. Die Tagesplanung sollte entlasten und keinen zusätzlichen Leistungsdruck erzeugen.
Sanfte Bewegung und Tageslicht
Ein kurzer Spaziergang oder wenige Minuten Bewegung können unterstützend wirken, sofern es die persönliche Verfassung zulässt. Beginnen Sie langsam und vermeiden Sie Selbstvorwürfe, wenn an manchen Tagen weniger möglich ist.
Regelmäßig essen und trinken
Depressionen können den Appetit verändern. Einfache Mahlzeiten, vorbereitete Lebensmittel und regelmäßiges Trinken können helfen, die Grundversorgung aufrechtzuerhalten. Angehörige dürfen dabei praktische Unterstützung anbieten.
Alkohol und Drogen vermeiden
Alkohol und andere Suchtmittel können depressive Symptome verstärken und sich ungünstig auf Medikamente auswirken. Sie sind keine geeignete Selbstbehandlung.
Verordnete Medikamente nicht eigenständig verändern
Antidepressiva dürfen nicht ohne ärztliche Rücksprache abgesetzt, reduziert oder anders eingenommen werden. Bei Nebenwirkungen oder Unsicherheiten sollte die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt kontaktiert werden.
4. Unterstützende Entspannung durch NUAD-Thaimassage
NUAD, auch traditionelle Thai-Massage genannt, verbindet achtsamen Druck mit passiven Dehnungen und mobilisierenden Bewegungen. Die Anwendung findet üblicherweise bekleidet und ohne Massageöl statt.
Eine NUAD-Thai-Massage ist keine Behandlung gegen Depressionen. Sie kann weder Psychotherapie noch ärztlich verordnete Medikamente ersetzen. Wenn Berührung als angenehm empfunden wird und aus medizinischer Sicht nichts dagegenspricht, kann eine behutsame Massage jedoch als ergänzende Auszeit genutzt werden.
Eine individuell abgestimmte Anwendung kann:
- einen geschützten Moment der Ruhe ermöglichen
- die allgemeine Entspannung unterstützen
- verspannte Muskelbereiche ansprechen
- die Wahrnehmung des eigenen Körpers fördern
- als wohltuende Unterbrechung des Alltags erlebt werden
Bei BODYMASS NINTHAI in 1150 Wien wird die Intensität der Anwendung an das persönliche Befinden angepasst. Sagen Sie jederzeit, wenn Ihnen eine Berührung, Dehnung oder Position unangenehm ist. Eine Anwendung kann unterbrochen oder beendet werden.
Bitte informieren Sie die Masseurin vorab über bestehende Erkrankungen, Medikamente und laufende Behandlungen. Bei einer schweren depressiven Episode, akuten psychischen Krise oder Suizidgefahr steht nicht die Massage, sondern sofortige professionelle Hilfe im Vordergrund.
5. Kein Ersatz für ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe
Depressive Beschwerden sollten fachlich abgeklärt werden, wenn sie länger anhalten, wiederkehren oder den Alltag beeinträchtigen. Geeignete Anlaufstellen sind:
- Ärztinnen und Ärzte für Allgemeinmedizin
- Fachärztinnen und Fachärzte für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin
- Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten
- klinische Psychologinnen und Psychologen
- psychosoziale Beratungsstellen
Zu den wesentlichen Behandlungsmöglichkeiten einer Depression gehören je nach Schweregrad vor allem Psychotherapie und Medikamente. Weitere unterstützende Maßnahmen werden individuell festgelegt.
Sofortige Hilfe bei Suizidgedanken
Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen oder sich etwas anzutun, bleiben Sie bitte nicht allein. Verständigen Sie sofort eine vertraute Person und holen Sie professionelle Hilfe:
- Rettung in Österreich: 144
- Euronotruf: 112
- TelefonSeelsorge: 142 – kostenlos und rund um die Uhr
- Sozialpsychiatrischer Notdienst Wien: 01 313 30
- oder die nächste psychiatrische Ambulanz
Besteht unmittelbare Gefahr, rufen Sie sofort die Rettung oder den Euronotruf.
Depressionen sind behandelbar. NUAD-Thai-Massage kann Wohlbefinden und Entspannung ergänzend unterstützen, ersetzt aber niemals eine ärztliche Diagnose, psychotherapeutische Behandlung oder Krisenintervention.